Kreatives im Netz

In dieser Woche wird es ein bisschen vermischt, aber neben dem Halt Pinterest, werden wir uns mit Emojs (auch Emoticons oder Smileys bezeichnet), Gifs und Memes beschäftigen.

Ein Disclaimer vorneweg: Dieser Beitrag enthält eine Überdosis Cat Content, womit hier tatsächich Katzen gemeint sind, womit aber oft auch gemeint ist, das „niedlicher Inhalt“ dazu führen soll, ernsthafteren Inhalt zu konsumieren, zu lesen, wahrzunehmen. Auch hier dient der Cat Content als Markenbotschafter für die vorgestellten Themen.

Pinterest

Pinterest ist eine Bildercommunity, in der Nutzer ihre Bildersammlungen an virtuelle Pinnwände heften.

Der Name Pinterest ist dabei ein Kunstwort, dass sich sich aus den englischen Wörtern pin (anheften) und interest (Interesse) zusammensetzt. Die Aussage ist, dass man durch das öffentliche Anheften an einer virtuellen Pinnwand seine persönlichen Interessen herausstellen kann. Andere Nutzer können auf diese Bilderaufmerksam werden und sie sich ebenfalls auf ihrer eigenen Pinnwand „merken“, sie kommentieren oder einfach nur teilen.

Die so angehefteten Bilder werden „Pins“ genannt. Darüber kann man sich mit anderen Nutzern, Themen, Pinnwänden und Websites verbinden. Angepinnt werden können aus Bilddateien der Formate JPG, PNG und GIF und Videos von YouTube oder Vimeo.

Wie findet man nun interessante Pins? Dies ist auf ganz unterschiedliche Weise möglich.

Bei der Registrierung auf Pinterest entscheidet man sich für mindestens fünf Interessensgebiete. Aktuelle Pins aus diesen Themenkreisen werden zukünftig im persönlichen Start-Feed angezeigt. Die Themen lassen sich natürlich im Profil jederzeit ändern.

Themenkreise bei Pinterest
Daraus entstandener Feed

Da es sich bei Pinterest um ein Netzwerk handelt, können Sie auch anderen Nutzer:innen folgen. Dazu können Sie allen Pinnwänden oder auch nur der Pinnwand des Nutzers bzw. der Nutzerin folgen, die am ehesten Ihren Interessen entspricht. Deren neueste Pins oder Pinnwände (wenn sie allen Pinnwänden folgen, werden Ihnen in zukünftig in Ihrem Feed angezeigt.

Die Suche über Suchbegriffe ist ebenfalls möglich. Bedenken Sie dabei, dass Pinterest eine ursprünglich englischsprachige Community ist. Oft lohnt sich die Suche sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache. Durch das einfache Antippen der Suchleiste, ohne einen Begriff einzugeben, werden im Dropdown-Feld der Suche die neuesten und beliebtesten Inhalte angezeigt. Beim Eingeben eines Suchbegriffes wird einem Optionen zur Einschränkung der Suche angezeigt, nämlich ob man nach Pins, anderen Nutzern, Pinnwänden oder den eigenen Pins recherchieren möchte.

Wenn man einen Beitrag anklickt, um ihn sich vergrößert anzusehen, erhält man darunter weitere Pins angezeigt, die dem ausgewählten Inhalt entsprechen.

Die Pins lassen sich speichern, indem man auf den Button „Merken“ klickt. Sie lassen sich dann auf einer der eigenen Pinnwände anheften. Eine Pinwand können Sie dabei bereits in Ihrem Profil erstellt haben oder, falls der Pin zu einem neuen Thema gehört, können Sie eine neue Pinwand auch erst beim „Merken“ anlegen.

Merken in der Detailanzeige
Merken funktioniert auch mit Mouse Over
Pinwand kann neu erstellt werden…
… oder es kann eine vorhandene Pinwand ausgewählt werden.

Ihren Pinnwände können öffentlich sichtbar sein oder als geheim angelegt werden. Es kann ein Zeitraum angegeben werden, von wann bis wann die Pinwand aktiv ist. Sie kann archiviert oder mit einer anderen Pinwand zusammengeführt werden.

Pinnwand-Einstellungen

Auch Gruppenpinnwände lassen sich erstellen. Zu denen können Sie Andere mit einem Pinterest-Konto als Mitwirkende einladen. Gruppenpinnwände sind perfekt dazu geeignet, Projekte zu planen, Ideen für eine Party zu besprechen oder Pins in der Gruppe auszutauschen.

Und last but not least, Natürlich können Sie auch eigene Pins erstellen. Dazu kann man einen Browserbuttons nutzen, für den man sich eine Browsererweiterung herunterladen kann, oder Sie kopieren einfach den Link der Website. Wenn man in seinem Nutzerprofil dann das „Pluszeichen“ anklickt, hat man die Optionen, ein gespeichertes Foto oder eine Website zu merken. Nach der Eingabe des Links der Website kann man ein Foto dieser Website auswählen, welches dann auf der Pinnwand angezeigt wird. Hat man ein Foto ausgewählt, besteht die Möglichkeit, die Beschreibung des Pins zu bearbeiten und z.B. Hashtags hinzufügen.

Sie können eigene Pins erstellen, indem Sie den URL einer Webseite eingeben deren Inhalt Sie pinnen wollen …
… oder eigene Bilder hochladen. Dieses Bild können Sie benennen, eine kurze Beschreibung hinzufügen und ggf. auf die Quelle verweisen.

 

Pinterest ermöglicht als soziales Netzwerk eine Vernetzung über gemeinsame Interessen und Hobbys. Durch die Zusammenarbeit mit Twitter können zudem Inhalte direkt in Tweets dargestellt werden, ohne dass Sie mühsam eine separate Website besuchen müssen.

Pinterest lässt sich bequem vom Computer, als auch über eine App auf mobilen Endgeräten nutzen.

Das Teilen von Bildern auf Pinterest ist so einfach. Klick, klick, klick und Sie haben tolle Fotos und Ideen, die Sie überall zeigen können. Aber natürlich gibt es einen Haken. Den Haken kennen Sie, wenn Sie die vorletzte Lektion und die Zusatzlektion durchgearbeitet haben. Mit dem Anheften von Bildern verbreiten Sie diese und machen sie öffentlich zugänglich. Um das zu dürfen, müssen Sie die entsprechenden Rechte vom Urheber übertragen bekommen haben.

Kommen wir nun noch zu ein paar kleineren „Bilder“-Fragen, die aber alle Teil der Netzkultur und somit auch von Social Media sind.

Emoijs inkl. Smileys

Keine WhatsApp-Nachricht ohne einen lachenden, weinenden Smiley, ein pinkfarbenes Herz oder ein Affe, der sich den Mund zuhält und äußerst beliebt „💩“. Unser Geschriebenes wird bunt. Da im Geschriebenen oft gewünschte Mehrdeutigkeiten nicht gut dargestellt werden können oder die Gefahr von Mehrdeutigkeiten ensteht, weil Gefühle nicht sichtbar sind, z.B. Sarkasmus, Ironie, u.a., können Emojis dies offenlegen.

Emoji kommt aus dem Japanischen und bedeutet soviel wie ‚Bildschriftzeichen‘ oder Piktogram. (Wikipedia). Dazu zählen Smileys; Menschen, Hände & Körperteile; Natur, Pflanzen & Tiere; Essen & Trinken; Aktivitäten, Sport & Musik; Reise, Transport & Orte; Objekte & Gegenstände; Symbole & Abstraktes sowie Flaggen.

Die Emojis gehören inzwischen so zu unserer Schriftkultur im Internet, dass sie als Unicode-Schriftzeichen codiert sind. Diesen Code kann man in seine eigenen Texte auch im Blog hineinkopieren und die Browser interpretieren diese dann korrekt. Sollte Ihr Browser Ihnen hier keine 🐈 (Katze), sondern  🐈 anzeigen oder nur ein leeres Kästchen, ist ein Update des Browsers dringend erforderlich.

Wenn Sie wissen wollen, welche Emojis es gibt, was Sie bedeuten und um sie dann in Ihren Blog einzubinden, können Sie auf diversen Seiten nachschlagen, z.B.

Memes

Memes sind kleine Medieninhalte, die mit einer meist humoristischen, aufheiternden oder manchmal auch satirischen und entsprechend gesellschaftskritischen Aussage versehen sind. (Wikipedia) Im Grunde handelt es sich dabei i.d.R. um ein aussagekräftiges Motiv, das mit einem Text kombiniert wird und so ein neue Bedeutung erhält. (DigitalWiki)

Eines der berühmtesten Tiere, das für Memes herhalten musste, war Grumpy Cat, welche einen eigenen Manager besaß und eine eigene Wachsfigur bei Madame Tussauds erhielt. Chuck Norris braucht keine Memes, Chuck Norris ist eine Meme ;-), zumindest sind seine Memes weit verbreitet im Internet.

Hier ein paar selbsterstellte Beispiele 😉:

In welchem Kontext die Bilder vorher veröffentlicht wurden ist dabei egal.

Es gibt verschiedene Meme-Generatoren, mit denen Sie eigene Memes gestalten können. Hier ein paar Beispiele:

Wie ist das nun aber mit dem Urheberrecht? Grundsätzlich gilt natürlich für die verwendeten Bilder wieder alle Rechte und Pflichten des Urheberrechtsgesetzes. Nun könnte man argumentieren, dass es sich dabei ja um Internetkultur handelt und durch die Meme ja etwas Neues geschaffen wird, aber es gibt noch nicht ein allgemeingültiges Verständnis dafür. Gerichtlich ist noch nicht abschließend geklärt, ob das als „Zitat“ gilt oder als eigenständiges künstlerisches Werk oder fallen Sie unter Parodie. Und eigentlich will man ja mit diesen Memes Kommunikation und Selberdenken anschieben. Der in Amerika geltende Ausnahmetatbestand „Fair Use“ ist kein deutscher Rechtstatbestand.

Solange ist bei der Nutzung von Memes möglichst das Urheberrecht zu beachten.

Weitere Informationen zu Memes finden Sie auf der Extra-Seite.

Gifs

Kurz eine Meldung absetzen, die damit verbundenen Emotionen mit einem Gif untermalen, perfekt. So sieht die Welt der Tweets, WhatsApp- und Chat-Nachrichten derzeit aus. Beim Empfänger der Nachricht löst man dazu eine Reaktion aus und unterstützt die eigene gemachte Aussage.

Gifs sind kleine Bilddateien, die häufig auch animiert sind. Gif steht für Graphics Interchange Format. Das erste Gif wurde 1987 entwickelt und in den 90er Jahren gab es wohl kaum eine Website, die nicht mit bunten Gifs gespickt waren, blinkende Pfeile, aufflackernde „Neu“- und Baustellen-Symbole und natürlich hüpfende oder winkende Smiley. Ich habe sie geliebt, aber zumindest blieben Sie auf mein Forum beschränkt (Hinweis: Das Laden in der Wayback Machine dauert etwas). Also Gif ist ein Bildstandard, der die Anzeige von animierten Bildern erlaubt.

Irgendwann waren animierte Gifs „sowas von Neunziger“ (1990er 😉 ) bis sie in den 2010ern ein überraschendes Comeback feierten, z.B. in den oben genannten Anwendungen.

Wer Gifs sucht, kann das in Giphy oder z.B. über die Bildersuche von Google tun. Giphy gehört zur Facebook-Familie (Stern).

Folgendes Bild von Chunk Factory HQ ist über die Plattform Giphy hier eingebunden:

via GIPHY

Giphy-Gifs können per E-Mail, in Facebook-Posts, -Kommentaren oder -Messengernachrichten, bei Twitter, Microsoft Teams oder in einem WhatsApp-Chat eingefügt werden.

Giphy erlaubt das Einbetten von Bildern über einen Einbettungscode, das Einfügen als „Bild von URL“ und über API. (Hilfeseite von Giphy)

Die aus Filmen stehenden „Bildzitate“ können urheberrechtlich in der Regel unbedenktlich genutzt werden, da Giphy mit verschiedenen Studios Partnerschaften abgeschlossen hat (Quelle).

Entdeckeraufgaben

Option 1: Registrieren Sie sich bei Pinterest. Rechercherchieren Sie dort nach einem Thema Ihrer Wahl. Pinnen Sie ein bei Pinterest gefundenes Bild und ein eigenes Bild an eine selbsterstellte Pinnwand. Schreiben Sie einen Blogbeitrag über Pinterest. Wie empfanden Sie diese Community und wofür könnte sich so eine Pinnwand in der Bibliothekswelt eignen?

Option 2: Erstellen Sie ein eigenes Meme zur Bibliothek oder diesem Selbstlernkurs. Binden Sie dieses in einem Blogbeitrag ein und überlegen Sie, wofür könnten Meme in der Bibliothekswelt genutzt werden.

Zusätzlich: Und falls Sie Lust haben, können Sie zudem ein Gif oder ein Emoji in Ihren Blogbeitrag einfügen, um eine gemachte Aussage zu unterstreichen., wie beispielsweise: Ich liebe Emojis! ❣️

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