RSS-Feeds

Im 4. Modul stehen nun die Möglichkeiten, Informationen im Social Web zu sammeln und zu präsentieren im Mittelpunkt. Wir beginnen mit dem Sammeln über RSS, schauen uns verschiedenen Tools und Herangehensweisen für den Faktenchek an und wenden uns schließlich dem Präsentieren der gesammelten Infomationen mit Hilfe eines Kuratierungsdienstes zu.

In meiner Arbeit als Bibliothekarin und im Second-Level-Support für Wissensmanager*innen, habe ich rasch gelernt, wie wichtig es ist, möglichst rasch an Informationen zu gelangen, ohne ständig eine Liste von „regelmäßig zu lesenden“ Websites abzuklappern. Dazu kommt, dass ich persönlich Mailinglisten nicht mag, weil sie mir einfach das Postfach sehr rasch zumüllen. Man kommt schließlich nicht jeden Tag dazu zig Infomails durchzulesen.

Für die betreuten Wissensmanager*innen aber auch für mich sind RSS-Feeds das „Ding“ oder das Mittel der Wahl.

RSS-Feeds? Nun, vielleicht sind Ihnen die folgenden Symbole schon mal auf den verschiedensten Webseiten aufgefallen. RSS-Feeds gibt es bereits seit 25 Jahren, d.h. seit 1995, als das World Wide Web noch eher in den Kinderschuhen steckte.

RSS RSS

Das Icon wurde zuerst von der Mozilla Foundation (verantwotlich für Browser wie Netscape, später Firefox) verwendet, um anzuzeigen, dass Inhalte über „open web syndication formats“ verfügbar sind.

RSS steht für  Rich Site Summary, wird aber heute in der Regel als  Really Simple Syndication (etwa sehr einfache Verbreitung) übersetzt (vgl. Wikipedia). Feed ist englisch und heißt ungefähr soviel wie füttern, hinzufügen, einspeisen.

Im RSS-Dateiformat werden aktualisierte Informationen regelmäßig über das Web geliefert. Das hat zum einen die Art, wie Informationen miteinander ausgetauscht werden revolutioniert, zum anderen auch die Art und Weise, wie man Informationen konsumiert. Geliefert heißt, ich muss die Seiten mit den gewünschten Informationen nicht mehr mühsam einzeln aufsuchen (pull-information), sondern ich bekomme sie an einer Stelle zusammengestellt (push-information). Dabei bin ich nicht mehr Werbung, Pop-Up-Fenstern etc. ausgeliefert oder muss zig Seiten „zu Fuß“ besuchen, sondern kann mit Hilfe von RSS die verschiedene Informationsquellen und Webseiten bündeln.

Möglichkeiten mit RSS-Feeds

Es gibt verschieden Möglichkeiten RSS-Feeds zusammenzufassen und zu lesen. Vielleicht sind Ihnen diese bereits bekannt:

  • Abonnieren der RSS-Feeds geht mit vielen E-Mail-Programmen
  • Abonnieren der RSS-Feeds mit dem Browser: Dort können diese als dynamische Lesezeichen abgelegt werden.

Diese beiden Möglichkeiten sind sinnvoll, wenn Sie nur wenige RSS-Feeds abonnieren, da es ansonsten schnell unübersichtlich wird. Zudem haben Sie nur von dem PC aus Zugriff auf Ihre RSS-Feeds, an dem Sie die dynamischen Lesezeichen lokal abgelegt haben oder sind an die technischen Gegebenheiten Ihres E-Mail-Programms gebunden. Nicht immer ist es möglich, die E-Mails von Zuhause oder unterwegs aufzurufen.

Der RSS-Feed-Reader

Es gibt einige kostenlose Reader, die Sie nutzen können, bspw. Feedly, Oldreader.com und Netvibes, die kostenlos Basisaccounts anbieten. Eine Übersicht finden Sie z.B. unter T3N. Das Prinzip ist auch hier: Links eingeben, evtl. die Quellen in Ordner strukturieren und dann gezielt lesen. Diese Feed-Reader werden nicht auf dem eigenen Rechner installiert. Sie greifen über das Internet darauf zu. Manche Reader haben die Möglichkeit die Accounts öffentlich zu stellen (z.B. Netvibes). Diese Funktion ist optimal, um Weblog-Listen oder Informationen mit anderen zu teilen. Als Beispiel sei die Netvibes-Seite der Dublin City Public Libraries genannt oder die Sammlung von bibnews-Sammlung von jplie (Jürgen Plieninger).

Für die Erstellung eines Accounts bei einem der RSS-Reader brauchen Sie meist nur eine E-Mail-Adresse und ein Passwort. Bei den meisten können Sie aber auch mit einem bestehenden Account bei Google, Twitter, Facebook & Co registrieren und einloggen.

Die nachfolgenden Beispiele sind mit meinem RSS-Feed-Reader dem Oldreader erstellt. 300 Posts per Feed können dauerhaft gespeichert werden. Geteilte, kommentierte und mit Gefällt mir gekennzeichnete Einträge bleiben auch über dieses Limit hinaus erhalten.

Standardmäßig werden bei Oldreader die Einträge in der Volllänge der RSS-Feeds ausgegeben, je nachdem, ob der RSS-Feed den Volltext oder nur einen Teaser übermittelt. Diese Einstellung wird vom Inhalteanbieter (abonnierte Website) getroffen. Die Vollansicht lässt sich aber auch in eine Listenansicht umwandeln, die ich persönlich als deutlich übersichtlicher empfinde. Und ich hoffe, dort demnächst auch Ihre Blogs als RSS-Feed beziehen zu können.

Hier die Ansicht aller Beiträge. Sie können rasch sehen, woher die Beiträge kommen, welche noch nicht gelesen sind und wann sie aktualisiert wurden.

Die Feeds lassen sich auch in einzelne Ordner organisieren, um so einen thematisch noch besseren Einblick zu erhalten. Geteilte Beiträge lassen sich wieder als RSS-Feed an anderer Stelle einbinden (Bsp. im Footer dieses Blogs).

RSS in Ihrem Blog

Sie können in Ihrem Blog einen RSS-Reader für Blogs einrichten, wenn Sie die von WordPress angebotene Funktion nutzen und Websites abonnieren (Disclaimer: Funktioniert nur für von WordPress.com angebotene Blogs). Auf der WordPress-Startseite finden Sie diese Funktion unter den Button Reader oben links in der Statusleiste.

Wenn Sie auf Reader klicken, gelangen Sie zur Startseite des Readers. Hier werden Ihnen die Beiträge der von Ihnen gefolgten Blogs in chronologischer Sortierung angezeigt. Zum Aufnehmen in Ihre Leseliste, können Sie unter Suchen nach entsprechenden Blogs oder Stichwörtern suchen. Sie erhalten Vorschläge für Beiträge und Websites, bei denen der Abonnement-Button Abonnement-Button WordPress mit angezeigt wird (blau = noch nicht abonniert, grün = abonniert). Oder Sie nehmen den Blog, dem Sie noch nicht folgen, direkt beim Besuch der Seite in Ihren Reader auf. Unten rechts am Bildschirm (nicht herunter scrollen) erscheint nach einer Weile der „Abonnement“-Button.
Abonnementoption WordPress
Wenn Sie diesen anklicken, wird der Blog Ihrem Reader hinzugefügt.

RSS-Feeds können Sie auch über ein Widget in Ihren eigenen Blog einbinden. Wenn Sie dieses beim Ausprobieren und Gestalten Ihres Blogs noch nicht eingerichtet haben, können Sie im Bereich Design > Anpassen > Widget.

Vergessen Sie nicht, Ihre Änderungen zu speichern.

Ich empfehle Ihnen, in Ihrem Blog das Widget RSS-Links einzubinden, um es Ihren Leser*innen zu ermöglichen, Ihr Blog auch ohne eigenen WordPress.com-Account einfach zu abonnieren.

RSS in Bibliotheken

Auf vielen der Bibliothekswebsites werden Sie Newsfeeds finden. Der Einsatz von RSS-Fees erfolgt z.B. für aktuelle Nachrichten aus der Bibliothek oder als RSS-Feeds mit den aktuellen Neuerwerbungen. Datenbankanbieter, Suchmaschinen, Kataloge und Discovery Systeme bieten oft RSS-Feeds für Suchanfragen an.

Ihre Entdeckeraufgaben

  • Probieren Sie einen kostenlosen Feedreader aus und erstellen Sie einen Account. Schauen Sie sich die verschiedenen Beispiele aus Bibliotheken an und suchen Sie weitere Angebote deutscher Bibliotheken. Eine Liste mit Beispielen finden Sie auf der Extraseite des Modul 4.
  • Wenn Sie in Ihrem eigenen Blog noch kein RSS-Feed-Widget eingerichtet haben, holen Sie dies nach. Probieren Sie auch mal andere Widgets aus, z. B. Abonnierte Blogs.
  • Schreiben Sie einen Blogartikel über Ihre Beobachtungen und Einschätzungen. Wo sehen Sie Einsatzmöglickeiten für sich und für andere? Was gefällt Ihnen und was sind Ihre Befürchtungen?

Ich bin gespannt auf Ihre Antworten. Setzen Sie doch einfach einen Bezug auf diese Lektion (Link) oder schreiben Sie hier einen kurzen Kommentar mit Link zu Ihrem Beitrag.

Mehr Informationen

[Zusatzlektion] Digitale Sicherheit

In der digitalen Welt von heute ist es wichtig, die Sicherheit der Reisevehikel im Blick zu behalten. Sie haben sicherlich schon gemerkt, dass in allen Lektionen bisher auch immer wieder der Datenschutz ein Thema war, aber auch die Sicherheit im Online-Umgang mit digitalen Medien ist ein Aspekt, den wir nicht aus den Augen verlieren sollten.

Wer kann meine versendeten Informationen sehen? Ist es möglich, dass jemand anderes meine E-Mails lesen kann? Wer sieht meine Facebook- und Twitter-Profile?

Besonders wichtig ist dies auch bei den Apps, die Sie auf Ihrem Smartphone oder Tablet verwenden, um online Soziale Dinge zu nutzen. Wissen Sie, welche Daten Sie in Ihren Apps freigeben? Wer kann diese Daten sehen und weiterverwenden? Viele Apps enthalten Berechtigungen, mit denen sie Zugriff auf Ihre Dateien und Informationen erhalten,  z. B. auf Ihr Adressbuch oder Ihre Standortdaten. Manche sind sinnvoll, aber nicht jede Berechtigung macht Sinn. Lesen Sie hierzu den Beitrag Vorsicht bei App-Zugriffen: Diese Berechtigungen machen Sinn. Hier erfahren Sie grundlegende Informationen, was wann sinn macht und wann nicht.

Manchmal erkauft man sich durch mehr Berechtigungen eine bequemere Nutzung der App. Ist es das immer wert? Nutzen Sie auch noch alle Apps, die Sie installiert haben oder gibt es inaktive Apps? Wenn ja, sollten diese deinstalliert werden. Das minimiert den Aufwand, Berechtigungen aktuell zu halten.

Und auch wenn Sie sehr restriktiv bleiben: Eine vollständige digitale Sicherheit gibt es nicht.

Entdeckeraufgaben

Aufgabe 1

Prüfen Sie die Zugriffsberechtigungen der Apps auf Ihrem Smartphone oder Tablet.
Gehen Sie zu Einstellungen auf Ihrem Gerät, um zu sehen, welche Informationen Ihre Apps verwenden. Hat Ihre Online-Banking-App z.B. Zugriff auf Ihren Standort? Haben Sie Ihrem Lieblingsspiel, dass Sie heruntergeladen haben, Zugriff auf Ihre Kontakte gewährt? Benötigt die Notizapp wirklich Zugriff auf Ihre Kamera? Und welche App darf auf Ihr Mikrophon zugreifen und benötigt diesen Zugriff nicht.
Die folgenden Hilfseite erklären Ihnen, wie Sie Zugriff auf diese Informationen erhalten.

Schreiben Sie einen kurzen Blogbeitrag über Ihre Erkenntnisse zu den Berechtigungen. Gab es eine Überraschung für Sie bei den Berechtigungen? Haben Sie etwas geändert und warum (nicht)?

Aufgabe 2

Auf Klicksafe.de gibt verschiedene Tipps zur digitalen Selbstverteidigung, z. B. zu alternativen Internetdienste, die helfen spurenarm zu surfen oder alternative Suchmaschine. Dort finden Sie auch zahlreiche weiterführende Links zu den einzelnen Tipps. Ergänzend / alternativ können Sie auch Punkt 2 der Anleitung zur digitalen Selbstverteidigung der schweizer Digitalen Gesellschaft lesen.
Probieren Sie es aus. Teilen Sie Ihre Erfahrungen und Tipps in einem Blogbeitrag auf Ihrem Blog.

Ich bin gespannt auf Ihre Antworten. Setzen Sie doch einfach einen Bezug auf diese Lektion (Link) oder schreiben Sie hier einen kurzen Kommentar mit Link zu Ihrem Beitrag.

Soziales Netzwerk – Akademische und Berufliche Netzwerke

Liebe Reisegruppe,

wir haben uns gerade durch ein paar Millionenstädte auf unserer Reise bewegt. Die Reise war interessant, aber auch sehr fordernd. Für einige lassen sich berufliche Anwendungen überlegen, aber oft dienen Sie dem privaten Amüsement.

Heute besichtigen wir Städte, die in unserer realen Welt eher Wolfsburg oder Bielefeld gleichen würden und verstärkt beruflichen Interessen dienen.

Also neben den eher privaten Netzwerken wie Facebook, Instagram oder Twitter gibt es auch auf eine akademische oder eher berufliche Vernetzung ausgelegte Plattformen. Hier zu nennen wären derzeit ResearchGate und Academia.eu. Beide Plattformen richten sich eindeutig an Wissenschaftler*innen und Forschende.

ResearchGate

ResearchGate wurde im 2008 in Boston, Massachusetts gegründet. 2010 verlegte das StartUp seinen Hauptsitz nach Berlin.

ResearchGate is the professional network for scientists and researchers. Members from all over the world use it to share, discover, and discuss research. We’re guided by our mission to connect the world of science and make research open to all.
(ResearchGate – About)

Hauptzielgruppe sind Publizierende, die Ihre Ergebnisse weit streuen möchten. Für eine Anmeldung besteht Realnamen-Pflicht und es wird im Laufe des Anmeldeprozesses eine institutionelle E-Mail-Adresse benötigt.

Die Nutzung des Netzwerkes ist kostenlos. Bei der Anmeldung (Join for free) können Sie sich einer von vier Nutzergruppen zuzählen. Wer sich als „Not a researcher“ einordnet, wird automatisch auf die Suchseite weitergeleitet und kann keinen Account anlegen.

Fall Sie sich anmelden wollen, lassen Sie sich nach der Auswahl der Forschungstyps durch den Anmeldeprozess begleiten. Viele Dinge können Sie überspringen. Am Ende schaut ResarchGate, ob Sie bereits gemeldeten Veröffentlichungen zugeordnet werden können.

Wenn Sie Kolleg*innen oder Forschenden folgen, sehen Sie in der Timeline deren aktuellste Veröffentlichungen. Dabei kann man feststellen, dass ResearchGate stark Facebook nachempfunden ist, um einen Austausch zu unterstützen. Es gibt aber auch eine Hochladefunktion von PDF Papern (eine Verlinkungsmöglichkeit auf eine andere Stelle habe ich nicht gefunden), man kann Projekte anlegen und an Diskussionen teilnehmen.

Man kann so anderen Wissenschaftler*innen folgen und so sehen, womit diese sich aktuell beschäftigen oder welche Paper sie gerade veröffentlicht haben. Die hier zu findenden Wissenschaftler*innen gehören aber eher zu den Naturwissenschaften.

Weitere Informationen zu ResearchGate

Academia.edu

Academia.edu wurde 2008 gegründet und hat seinen Hauptsitz in San Francisco, Kalifornien, USA.

Academia.edu is a platform for academics to share research papers. The company’s mission is to accelerate the world’s research.
Academia.edu
About

Eine Realnamenpflicht besteht bei Acdemia.edu nicht, aber ein Pseudonym wäre hier wenig hilfreich, denn auch bei Academia.edu sind Forschende die Zielgruppe, die Ihre Paper auf der Plattform teilen und Paper anderer finden möchten. Sie können zudem Ihren wissenschaftlichen Lebenslauf in Ihr Profil laden und auf Ihre Homepage verweisen. Die Plattform wirbt 2019 damit, 99 Millionen Nutzer und 21 Millionen Papers zu beherbergen. Die Wahrnehmung der Plattform erfolgt eher als kommerzieller Dokumentenserver (siehe: Papers sind geduldig, FAZ, 02.02.2020) denn als „Soziales Netzwerk“.

Wenn Sie Kolleg*innen folgen, sehen Sie in der Timeline deren aktuellste Veröffentlichungen. Man kann auch anderen Wissenschaftler*innen folgen und so sehen, womit diese sich aktuell beschäftigen oder welche Paper sie gerade veröffentlicht haben. Für eigene Paper gibt es eine Referenzmöglichkeit, aber auch die Möglichkeit, die Paper hochzuladen, wenn diese Open Access veröffentlicht werden dürfen. Zudem gibt es eine Peer-Review-Funktion „Draft Session“, die das Annotieren von PDF-Dokumenten unterstützt. Die hier zu findenden Wissenschaftler gehören eher zu den Geistes- und Sozialwissenschaften.

Weitere Informationen zu Academia.edu

LinkedIn

LinkedIn ging 2003 online und war lange Zeit eine digitale Präsentationsplattform für den eigenen Lebenslauf. 2016 erwarb Microsof das Netzwerk. LinkedIns Hauptsitz ist in Sunnyvale, Kalifornien, USA. Es gibt aber auch eine deutsche Dependance in München. Heute ist die Vision größer und mutiger.

LinkedIn möchte mit der Weiterentwicklung seines Karrierenetzwerks (Economic Graph) ökonomische Chancen für alle Mitglieder des globalen Arbeitsmarktes schaffen.
Das Unternehmensziel von LinkedIn lässt sich leicht auf den Punkt bringen: Fach- und Führungskräfte rund um den Globus zusammenzubringen, um sie produktiver und erfolgreicher zu machen.
 – Über

Zielgruppe sind Akademiker*innen und Fachkräfte. Ihnen wird eine Plattform zum Austausch, zur Jobsuche und zur Weiterbildung geboten. Schwerpunkt des Netzwerkes ist die Karriere seiner Mitglieder. Daher finden sich auf dieser Plattform hauptsächlich Führungs- und Fachkräfte sowie Experten.

LinkedIn ermöglicht grundsätzlich:

  • die Erstellung eines Profil mit Lebenslauf in mehreren Sprachen
  • die Verlinkung auf die eigene Website
  • eine Kontaktaufnahme und Vernetzung
  • die Empfehlung andere Mitglieder
  • eine Erstellung von Unternehmensprofilen
  • die Schaffung verschiedener Themengruppen und / oder die Mitgliedschaft in solchen

Die Plattform ist wie alle hier vorgestellten Dieste ein Freemium-Dienst. Zahlende Mitglieder erhalten weitere Vorteile gegenüber denen, die den Dienst kostenlos nutzen. Sie können beispielsweise besser nach Jobs suchen und Ihre Kontakte besser organisieren. Die Kontakte sind international.

Zu LinkedIn gehört auch die Präsentationsplattform Slidshare, auf welche Präsentationen und Dokumente hochgeladen, entdeckt und geteilt werden können.

Weitere Informationen zu LinkedIn

Xing

Xing ist ein berufliches Netzwerk, das zur börsennotierten New Work SE (bis Juli 2019 Xing SE) mit Sitz in Hamburg gehört. Xing agiert mit seiner Ausrichtung eher als Plattform für Geschäftsnetzwerke und wird überwiegend im deutschsprachigen Raum genutzt.

Im besten Werbedeutsch sagt Xing über sich:

Hier vernetzen sich Berufstätige aller Branchen, sie suchen und finden Jobs, Mitarbeiter, Aufträge, Kooperationspartner, fachlichen Rat oder Geschäftsideen. Mitglieder tauschen sich online direkt oder in über 80.000 Fachgruppen aus und treffen sich persönlich auf XING Events. Die Plattform bietet seinen Mitgliedern die soziale Infrastruktur sowie weiterführende Applikationen, um Networking professionell zu betreiben. XING ist ein offenes Netzwerk, in dem sich das größte geschäftliche Potenzial für die Mitglieder entfalten kann.
Was ist Xing?

Zielgruppe sind Berufstätige aller Branchen und die Plattform dient dem Austausch beruflicher Interessen und des Netzworking. Es gibt Veranstaltungshinweise und Networking im Sinne von Konferenzen und Diskussionen, aber auch Jobvorschläge.

Xing ermöglicht grundsätzlich:

  • die Erstellung eines Profil mit bisherigen Berufsstationen
  • die Verlinkung auf die eigene Website und das eigene Social Media Portfolio
  • eine Kontaktaufnahme und Vernetzung
  • Jobvorschläge
  • Gruppen

Auch Xing ist ein Freemium-Dienst. Zahlende Mitglieder erhalten weitere Vorteile gegenüber denen, die den Dienst kostenlos nutzen. Kritiker sagen, so richtig lohnt sich dieses Netzwerk nur für Premiummitglieder. Die kostenfreie Mitgliedschaft lässt aber einen ersten guten Eindruck gewinnen.

Weitere Informationen zu Xing

Entdeckeraufgabe

Schauen Sie sich mind. 2 der Netzwerke an. Warum könnte es sinnvoll sein, Teil eines solchen Netzwerkes zu sein? Wo sehen Sie Grenzen, wo Vorteile? Könnten Sie sich vorstellen, sich für eines der Netzwerke zu registrieren? Gibt es vielleicht auch Gründe aus „bibliothekarischer“ Sicht, Teil eines solchen Netzwerkes zu werden?

Denken Sie auch zurück an die bereits kennengelernten Netzwerke in den letzten drei Lektionen. Gibt es bei all den vorgestellten Sozialen Netzwerken eines, wo Sie sagen, das wäre das richtige Netzwerk für Sie? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?

Schreiben Sie einen kurzen Blogbeitrag.

Ich bin gespannt auf Ihre Antworten. Setzen Sie doch einfach einen Bezug auf diese Lektion (Link) oder schreiben Sie hier einen kurzen Kommentar mit Link zu Ihrem Beitrag.

Weitere Informationen

Reinboth, Christian: ResearchGate, Academia oder Medeley – Sollten Studierende in akademischen Social Networks mitmischen?, Wissenschafts-Thurm.de

Siehe auch: [Extra] Modul 3 – Soziale Netzwerke, S. 3

[Zusatzlektion] Der digitale Fußabdruck

Unsere Reise ist schon ein gutes Stück fortgeschritten. Wir haben mit Blogs, Twitter, Facebook und Instagram vier Städte unserer Reiseroute abgedeckt. Dabei haben wir uns in den Städten ausgiebig umgesehen, aber unserer Reiseroute selbst nicht unbedingt die Aufmerksamkeit geschenkt, die sie verdient.

Zu diesem Zweck habe ich ein kleine Extra-Lektion eingeschoben, um uns da noch ein wenig weiter zu informieren. Wir hatten uns ja bereits ganz zum Anfang über die Online-Identität unterhalten . Dort gab es schon ein paar Hinweise zum Identitätsmanagement und Datenschutz.

In dieser Lektion möchte ich auf dazugehörige Aspekte noch etwas genauer eingehen, denn wenn wir uns im Netz bewegen hinterlassen wir mit jedem Mausklick, mit jeder besuchten Seite Fußabdrücke wie im nassen Sand am Strand. Wir möchten schließlich nicht, dass zu viele Krümel (Cookies) in unserem Bus (Browser) hängenbleiben 😉


Zum „digitalen Fußabdruck“ gehören sämtliche Spuren Ihrer Online-Aktivitäten, vom Like bei Facebook über Kommentare, die Sie zu Nachrichtenbeiträgen oder in sozialen Medien gepostet haben, bis hin zu Ihren Online-Käufen oder auch nur, welche Seiten Sie besucht haben. 

Hierzu habe ich ein schönes Erklärvideo gefunden (Englisch).

Mit Hilfe unseres digitalen Fußabdrucks können andere viel über uns erfahren. Er kann unseren guten (professionellen) Ruf unterstützen, uns aber auch Probleme bereiten. Dieser Fußabdruck ermöglicht es, Kriminellen unter Umständen, unsere Identität zu stehlen oder hilft zukünftigen Arbeitgebern bzw. unseren Kolleg*innen, mehr über uns herauszufinden, als uns vielleicht lieb ist.

Mehr dazu

Soziales Netzwerk – Instagram

In dieser Woche beschäftigen wir uns mit Instagram. Dies ist ein Online-Dienst zum Teilen von Fotos und Videos. Ähnlich wie bei Twitter oder Mastondon handelt es sich hierbei um eine Mikroblogging-Plattform, die aber weniger textbasiert agiert.

Nach dem Anlegen eines eigenen Nutzerkontos können Sie in Ihrem Profil  Fotos und Videos veröffentlichen. Das Benutzerprofil ist beim Erstellen zunächst für alle Nutzer der Plattform öffentlich zugänglich, aber es lässt sich mit wenigen Klicks in den Einstellungen auf privat umschalten, sodass nur bestätige Personen die Beiträge sehen können.

Öffnen Sie dazu Ihr Profil (kleine Person rechts unten). Danach erhalten Sie rechts oben die Anzeige eines Menüs . In der sich öffnenden Rechts unten auf Einstellungen klicken und dann im Menü den Menüpunkt Privatsphäre auswählen. Gehen Sie diese Punkte im Einzelnen durch.

Unter den Punkten zu den Interaktionen gibt es bei Verbindungen den Menüpunkt „Konto-Privatsphäre“. Hier haben Sie die Möglichkeit das Konto auf privat umzustellen.

Bevor Sie Ihr Konto jedoch so „radikal“ schützen, lesen Sie sich erstmal den folgenden Erklärtext zu Instagram durch.

Wie oben zu lesen, ist Instagram ein Micoroblog, das sich auf Fotos und kurze Videos spezialisiert hat. Sowohl Fotos, als auch Videos, können anhand von Filtern bearbeitet und mit Hashtags zur Beschreibung versehen  werden. Durch eine Geotagging-Funktion ist es möglich, das Foto auch einem Ort zuzuordnen.

Wenn man möchte, kann man andere Personen, die auf Instagram aktiv sind, auf seinen Fotos markieren und Fotos, auf denen man selbst markiert wurde, auf dem eigenen Profil anzeigen. Wer verhindern möchte, dass er auf Fotos eindeutig zugeordnet (markiert) wird, kann dies in den Privatsphäre-Einstellungen verhindern.

Seit 2016 existiert die Funktion der Instagram-Story, welche es ermöglicht Bilder und Videos für 24 Stunden mit seinen Freunden und Followern zu teilen, ohne dass diese Bilder auf dem Instagram Profil des Benutzers dauerhaft auftauchen. Filter zur Bearbeitung können auch bei einer Story ausgewählt werden. Hinzu kommt, dass eine Story durch Sticker in Form von Emojis, Hashtags, Links oder mit einem Standort ergänzt werden kann.

In der Suchfunktion der App können Sie sowohl nach Personen, als auch nach Beiträgen zu einem bestimmten Hashtag suchen. Bei Interesse können Sie dann der Person oder dem Hashtag folgen.

Auf Instagram sind Pseudonyme zulässig. Sie können also völlig anonym Beiträge verbreiten. Unternehmen und öffentliche Personen (z.B. Politiker, Sportler, Künstler) haben die Möglichkeit den Account zu verifizieren. Als Symbol wird ein weißer Haken auf blauem Grund neben dem Benutzernamen verwendet.

Da Instagram seit 2012 zur Facebook Inc. gehört, ist es möglich, Aktivitäten des Dienstes in die Facebook-Chronik zu übernehmen. Wenn Sie Instagram mit ihrem Facebook-Profil verknüpfen, werden ihre Beiträge nicht automatisch dort veröffentlicht, Sie müssen dieses für jeden Beitrag anwählen. Auch in andere Social-Media-Accounts können Sie Ihre Instagram-Bilder mit einem Klick verteilen.

Entdeckeraufgaben

  • Legen Sie sich einen Account bei Instagram an. Sie benötigen dafür nur eine E-Mail-Adresse und ein Pseudonym, da es keine Klarnamenpflicht gibt. Die Nutzung von Instagram ist nur über ein Smartphone möglich. Ein Anzeige, Gefällt mir und das Kommentieren ist auch im Browser am Desktop über Instagram.com möglich.
  • Erstellen Sie drei Postings in Form von Fotos zu diesen drei Themen: Mein Lieblingslesemöbel in meinem Zuhause, mein liebstes Medium und mein liebster Blickwinkel im Augenblick. Die Fotos sollen jeweils mit den Hashtags #netzwerkeln und drei weiteren Hashtag versehen werden, welche den Inhalt des Bildes beschreiben.
  • Wenn Sie möchten, erstellen Sie eine Story zum Thema „Lesen Zuhause“, welche aus einem oder mehreren Fotos oder einem Video bestehen kann. Sie können die Fotos oder das Video mit Stickern oder Text verschönern.
  • Folgen Sie anderen Konten auf Instagram. Die Nutzer dieser netzwerkeln-Runde können Sie durch das Hashtag #netzwerkeln relativ einfach unter den aktuell veröffentlichten Bildern identifizieren.
  • Markieren Sie mindestens ein Bild eines anderen Teilnehmenden mit Gefällt mir.
  • Schreiben Sie einen Blogbeitrag zu ihren Beobachtungen und Gedanken. Fallen Ihnen konkret Einsatzmöglichkeiten für Ihre Arbeit oder Ihr Hobby ein? Wofür könnte man eine Story verwenden und wofür einen Bildbeitrag? Und wie immer, setzen Sie einen Bezug auf diese Lektion (Link) oder schreiben Sie hier einen kurzen Kommentar mit Link zu Ihrem Beitrag.

Ich bin gespannt auf Ihre Antworten. Setzen Sie doch einfach einen Bezug auf diese Lektion (Link) oder schreiben Sie hier einen kurzen Kommentar mit Link zu Ihrem Beitrag.

Weitere Informationen

Trapp, Markus: Instagram für Bibliotheken: Nutzernähe, Aufmerksamkeit und viele Möglichkeiten zur Vernetzung, BuB

Neumann, Marlene: Als Bibliothek erfolgreich auf Instagram – Tutorial, dbv bibliothekskanal auf YouTube

Lexa, Carsten (2019): Durchgelesen! Das steht in den Instagram-AGB, BasicThinking

Widner, Christina (2020): Welche Vor- und Nachteile ein chronologischer Instagram Feed bringt, BasicThinking

Soziales Netzwerk – Facebook

Willkommen zu Modul 3 unseres Kurses: „Soziale Netzwerke“.

In diesem Modul beschäftigen wir uns mit verschiedenen Sozialen Netzwerken. Was machen Soziale Netzwerke aus? Wie funktionieren Sie? Sie werden einige Aspekte in unserer Lektion zu  Facebook kennenlernen, sich bei Instagram Bilder anschauen und sehen, was die eher beruflich oder wissenschaftlich ausgerichteten Netzwerke auszeichnet. Viel Spaß!


Die nächste Millionenstadt, die wir besuchen ist Facebook. Dieses soziale Netzwerk ist ein Angebot, dass sich in erster Linie an Privatpersonen richtet. Das Unternehmensleitbild (Mission Statement) gibt eine deutliche Vorstellung von dem Zweck, den das Netzwerk verfolgt:

Founded in 2004, Facebook’s mission is to give people the power to build community and bring the world closer together. People use Facebook to stay connected with friends and family, to discover what’s going on in the world, and to share and express what matters to them.
(Facebook – Resources)

Facebook möchte demnach den Menschen die Möglichkeit geben, eine Gemeinschaft zu bilden und die Welt enger miteinander zu verbinden. Wir sollen Dank Facebook enger mit Freunden und Familie verbunden bleiben, entdecken, was in der Welt gerade so los ist und ausdrücken und teilen, was uns bewegt.

Das bedeutet aber nicht, dass das Netzwerk keine eindeutigen kommerziellen Interessen verfolgt. Dies sollte man immer im Hinterkopf behalten. Die persönlichen Informationen, die man auf dem eigenen Facebookprofil einstellt, werden von Facebook an Werbetreibende  verkauft. Werfen wir aber erst einen Blick auf die Plattform selbst.

Das eigene Facebook-Profil

Mit der Anmeldung auf Facebook erhält man automatisch ein eigenes Facebookprofil. Es wird auch häufig als Chronik bezeichnet, da alle eigenen veröffentlichten Beiträge auf diesem Profil in chronologischer Reihenfolge dargestellt werden.

Ein Facebookprofil enthält in der Regel aus Informationen zum Leben des Facebook-Mitglieds, wie z. B. Name und Geburtsdatum, Angaben zum Wohnort, Schulen und Universitäten oder Angaben zum Arbeitgeber. Daneben sind natürlich auch die Angabe des Beziehungsstandes und von Lebensereignissen von besonderem Wert für Facebook. Darüber hinaus können Texte, Bilder und Videos direkt auf Facebook hochgeladen werden.

Neben den persönlichen Informationen, werden auf Facebook häufig auch Webinhalte geteilt, meist mit einem persönlichen Kommentar versehen. Diese Beiträge werden entweder auf dem eigenen Profil veröffentlicht oder direkt auf Profilseiten von Bekannten (Facebook-Freunden), Gruppen oder auch Unternehmensseiten gepostet. Facebook kann daher auch als eine Art Newsfeed angesehen werden. Sie können diese Funktion mit der Startseite ihres WordPress-Kontos vergleichen. Dort erhalten Sie ebenfalls Meldungen zu den Aktivitäten der Blogger denen Sie folgen.

Beispiel für Beginn einer Facebook-Chronik

Facebook hat eine Klarnamenpflicht (eindeutig nicht eingehalten bei obigem Beispiel). Wer ein Pseudonym verwendet, kann jederzeit aus dem Netzwerk verbannt werden.

Es liegt an Ihnen als Nutzer, die Sichtbarkeit des eigenen Profils und einzelner Beiträge zu regulieren. Über die Privatsphäre-Einstellungen kann jeder eingrenzen, wer welche Inhalte zu Gesicht bekommt. Mit der „Überprüfung der Privatsphäre“ haben Sie eine gute Möglichkeit, zu schauen, ob Ihre Einstellungen tatsächlich dem entsprechen, wie Sie es sich wünschen, z.B. ob Ihr Geburtsdatum (eine Pflichtangabe) wirklich nur für Sie selbst zu sehen ist. Die Bildergalerie soll Ihnen einen Eindruck zu den Möglichkeiten bieten.

(1) Hilfe -> Privatsphäre-Check
Schritt 1 – Entscheiden, wer die Meldungen sieht sieht
Schritt 2 – Entscheiden, wer welche Profildaten sieht
Schritt 3 – Entscheiden, welche Apps welche Daten bekommen (im Bsp. keine Apps vorhanden)
Schritt 4 – Privatsphäre-Check beenden

Der Privatsphäre-Check sieht bei Menschen, die schon länger auf Facebook unterwegs sind ggf. wesentlich anders aus und braucht länger, um ihn zu bearbeiten. Die Zeit sollten Sie sich dann aber auch nehmen, da Facebook oft an diesen Optionen arbeitet. Mehr Informationen können Sie in den Grundlegenden Privatsphäre-Einstellungen und Funktionen auf Facebook nachlesen.

Grundsätzlich können Sie Informationen privat („nur ich“), mit Ihren Facebook-Kontakten („Freunden“) oder mit ausgewählten Freundeslisten („Benutzerdefiniert“, „Freunden, außer …“) teilen, aber auch „Öffentlich“ oder mit „bestimmten Freunden“. Sie haben so z.B. die Möglichkeit berufliche und persönliche Kontakte getrennt zu behandeln oder Inhalte nur an bestimmte Kontakte weiterzuleiten (mehr dazu auf in der Facebook Hilfe)

Warum ein Teil von Facebook werden?

Facebook gehört zu den drei beliebtesten Social Media Plattformen in Deutschland. Im 1. Quartal 2019 waren über 32 Millionen Menschen in Deutschland auf Facebook aktiv, 29 Millionen davon mit ihrem Smartphone. Über 23 Millionen waren sogar täglich auf Facebook eingeloggt (Zahlen von allfacebook.de). Dennoch scheint Facebooks Blütezeit vorbei zu sein.

Über die Altersstruktur gibt Facebook selbst keine Informationen heraus. Social Media ist aber schon lange nicht mehr allein der Jugend vorbehalten. Die Online-Studie 2019 von ARD und ZDF macht deutlich, dass die Nutzung von Social-Media-Angeboten über alle Altersgruppen hinweg inzwischen sehr hoch ist.

Das Antreffen der verschiedensten Alters- und Zielgruppen macht Facebook natürlich besonders für Unternehmen interessant. Neben den Profilseiten von Privatpersonen gibt es deshalb auch Unternehmensseiten, sogenannte Fanpages. Die Funktionen der Unternehmensseiten wurden in den letzten Jahren weiter ausgebaut. Mittlerweile gibt es viele Möglichkeiten Beiträge gezielt an Facebooknutzer (nicht nur die eigenen Fans) auszugeben. Es gibt die Möglichkeit über den Messenger mit Facebooknutzern in Kontakt zu treten und seit kurzem haben Unternehmensseiten die Möglichkeit Gruppen zu erstellen und zu verwalten.

Schaut man, wer als Einrichtung oder Unternehmen Social Media nutzt, so fällt auf, dass der Öffentliche Dienst hier wenig vertreten ist. Für die Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes und somit für die Kommunikation mit Ihrer Zielgruppe ist Social Media kaum relevant. (vgl. Studie: Beschäftigte im Öffentlichen Dienst hinken beim beruflichen Einsatz Sozialer Medien allen anderen Branchen hinterher, Faktenkontor)

Es haben sich mit der Zeit auch fachliche Gruppen auf Facebook gebildet. Eine der ältesten Gruppen ist Biblioadmin. Hier tauschen sich Bibliotheksmitarbeiter*innen zu verschiedensten Themen aus. Anfangs ging es schlicht um die Verwaltung der Facebookseiten, inzwischen erhält man aber auch Antworten auf andere Themen aus dem Bibliotheksalltag. Die Gruppe kann als eine Alternative zu den bibliothekarischen Mailinglisten wie RABE oder InetBib gesehen werden.

Ihre Entdeckeraufgabe

Loggen Sie sich auf Facebook ein und schauen Sie sich verschiedene Fanpages von Bibliotheken an. Eine Liste mit Beispielen finden Sie auf der Extra-Seite zu Modul 3 – Soziale Netzwerke, S. 1.

Schreiben Sie einen kurzen Blogbeitrag, in dem Sie auf Ihre Beobachtungen eingehen. Was wurde auf den Seiten veröffentlicht? Gab es Interaktionen zwischen der Seite und ihren Fans? Sehen Sie eine Facebook-Seite als Möglichkeit mit potentiellen Bibliothekskunden ins Gespräch zu kommen oder für die Angebote der Bibliothek zu werben? Welche Seite hat Sie besonders beeindruckt?
Als ÖBler*in schauen Sie auch mal auf eine Seite wissenschaftlicher Bibliotheken und als WBler*in umgekehrt. Was hat Sie da besonders inspiriert, wenn Sie an Ihre mögliche Fanpage denken?

Achtung: Wenn Sie sich entscheiden, keinen Account bei Facebook anzulegen, was ja sehr unterschiedliche Gründe haben kann, wäre es schön, wenn Sie in einem Blogbeitrag schreiben würden, warum Sie nicht bei Facebook sind und ggf. mit anderen darüber diskutieren.

Ich bin gespannt auf Ihre Antworten. Setzen Sie doch einfach einen Bezug auf diese Lektion (Link) oder schreiben Sie hier einen kurzen Kommentar mit Link zu Ihrem Beitrag.

Microblogs – Unterwegs mit wenigen Zeichen

Wir haben die erste Reisestation unserer Städtereise fast absolviert. Sie haben in der Zwischenzeit Ihre eigenen Blogs angelegt und sich dort ausprobiert. Dort können Sie sich kurz fassen, z.B. 1 Satz, 1 Bild, eine Urheberrechtsbemerkung oder auch ganze Romane schreiben, wie gefühlt die einzelnen Lektionen in diesem Blog.

Twitter

In dieser Woche beschäftigen wir uns unter anderem mit einem sehr bekannten Dienst: Twitter. Twitter wird oft als Microblogging-Dienst (siehe Wikipedia zu Twitter), soziales Netzwerk oder mit dem Begriff Echtzeitkommunikation umschrieben. Eine Besonderheit gegenüber anderen Diensten ist, dass die Beiträge (auch Tweets genannt) öffentlich sind. Tweets können von Jedem (Twitterer) geteilt und kommentiert werden. Aus diesem Grund erreichen vor allem kontroverse Beiträge eine hohe Reichweite, wie man an den Beiträgen des aktuellen US-Präsidenten, Donald Trump (@realDonaldTrump) sehen kann.

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Seiten, Menüs und Pflichten als Blogbetreibende

Ein kleiner Disclaimer vorab: Ich bin weder Rechtsanwältin, noch betreibe ich in irgendeiner Form Rechtsberatung. Die hier folgenden Anmerkungen zu Impressumspflicht und Datenschutz geschehen nach besten Wissen und Gewissen. Bei rechtlichen Fragen wenden Sie sich bitte an entsprechend ausgebildete Fachleute.


Hallo und herzlich willkommen zu unserer nächsten Lektion, in der es um die Funktionalitäten Ihres eigenen Blogs geht.

Letzte Woche haben Sie sich den oberen Menübalken angesehen: 

Navigationsleiste mit ihren Funktionen

Sie haben hier gesehen wie Sie die linke Verwaltungsleiste öffnen (1), den Reader finden (2), ihr Profil bearbeiten können (3) und die Aktivitäten wie Likes, Follower oder Kommentare auf ihrem Blog überwachen können (4).

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Blogartikel verfassen

Seit letzter Woche haben Sie Sie Ihre Reiseunterkunft angemietet, d.h. Sie haben sich letzte Woche ein Blog angelegt und eventuell Ihren Blog schon etwas erforscht. In der heutigen Lektion schauen wir uns Ihre Blogoberfläche kurz an und üben uns dann im Beitragschreiben.

Das Dashboard

Starten wir mit der Oberfläche, d. h. betrachten wir das Interieur Ihrer neuen Unterkunft.

Um von der WordPress Startseite (www.de.wordpress.com) zu Ihrem Blog zu gelangen, klicken Sie oben rechts auf „Anmelden“.

Auf der folgenden Seite geben Sie den von Ihnen gewählten Nutzernamen oder die bei der Anmeldung angegebene E-Mail-Adresse und Ihr Password ein. Sie werden automatisch zu einer Übersichtsseite weitergeleitet.

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Weblogs

Reisestart

Herzlich Willkommen zum 2. Modul unserer Reise. Wir begeben uns heute in unsere Unterkünfte. Da Sie hier sind und schon die ersten beiden Lektionen gelesen haben, haben Sie schon zu unserer Basisstation gefunden.

In den nächsten vier Lektionen werden wir uns intensiv mit dem Thema “Bloggen” beschäftigen. Auf der Suche nach Ihrer eigenen Homebasis für unsere Reise unterstütze ich Sie mit einigen grundlegenden Infos über Weblogs und Microblogs. Sie legen sich ein eigenes Blog an, als Ihr persönliches Logbuch und Ihre “Unterkunft” für die Dokumentation Ihrer Ausflüge ins Social Web. Zum Schluss werden Sie einen ersten Ausflug zu Twitter machen und das erste Mal für die Welt zwitschern.


Bevor wir starten, setzen Sie sich doch bitte nochmal kurz mit mir zusammen und lassen Sie uns noch über etwas Allgemeines sprechen.

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