Bilder – ein bunter Blumenstrauß

Ursprünglich diente das Internet dazu, Text zu teilen. Langsam eroberten aber auch Bilder das Netz. Fotos, Cliparts, Grafiken und natürlich auch Videos und Audios bevölkern nun en masse das Social Web.

Foto-Sharing-Webseiten entstanden in den 90ern, auch sogenannte Fotogalerien waren beliebt und insbesondere die Digitalisierung der Fotografie führten zu einer wahren Bilderflut. Aber es braucht ein kleines „Startup“ namen Flickr, um auch das „Teilen“ von Bildern explosionsartig zu verbreiten. Insbesonder innerhalb der letzten 15 Jahre entwickelte sich diese Plattform zu einer der am schnellsten wachsenden Foto-Sharing-Seiten im Netz. Flickr war auch einer der ersten Dienste, der Tags (Keywords) benutzte, um Verbindungen zwischen Bildern und Benutzern der Seite zu schaffen.

Es hat eine Weile gedauert, bis sich im Bereich der Foto-Community vergleichsweise starke Plattformen entwickelte haben, die den Austausch und das sich darüber Austauschen ohne großen Aufwand ermöglichten. Auch die Verbreitung des Smartphones hat den Bedarf deutlich erhöht. Dienste wie der Aggregator Pinterest oder die Fotoblogging-Plattform Instagram erfreuen sich daher großer Beliebtheit.

Wie bei allen Social-Media-Diensten kommt es auf die kritische Masse an. Je mehr Nutzer:innen sich dort tummeln, desto mehr Möglichkeiten bieten sich, Interessantes bzw. Menschen mit gleichen Interessen zu entdecken. Je verbreiteter ein Dienst ist, desto mehr stehen sogenannte Mashups, in welchem bestehende Inhalte andersweitig zusammengefügt und verwendet werden. (Ein kleines Mashup-Beispiel ist das Angebot Karte von OpenBiblioJobs, bei dem Google Maps genutzt und mit den erhobenen Daten aus dem Feld „Einrichtung“ kombiniert werden. Verwendet wird dafür das WordPress-PlugIn Geo Mashup.)

Die Krux mit den Lizenzen

Immer wieder liest man von lizenzfreien Bildern, die ja dazu einladen sollen, genutzt zu werden. Inzwischen gibt es riesige Datenbanken mit entsprechendem Bildmaterial, die so mancher kommerziellen Stock-Fotodatenbank Konkurrenz machen.

Unter Stockfoto versteht man dabei Bilder, Grafiken, Icons, Cliparts und Fotos, die ohne ein konkretes Projekt für ein oder mehrer Anwendungszenarien erstellt worden sind und die ggf. für eine kleine Gebühr in bestimmten Zusammenhängen genutzt werden dürfen. Sie lassen sich also beliebigen Projekten zuordnen.

Für die die Hinweise, was bei der Nutzung lizenzfreier Bilder zu beachten ist, wird es Ende der Woche eine [Zusatzlektion] „Lizenzfreie Bilder zur kostenlosen Nutzung“ geben, da dies hier den Rahmen sprengen würde. Wichtig für Sie ist, es gibt Datenbanken mit Bildern, wo Sie Bilder für Ihren Blogbeitrag finden können, ohne selbst zur Kamera oder zum Stift greifen zu müssen.

Und zur Erinnerung: Lizenzfrei ist aber der falsche Ausdruck. Lizenzfreie Bilder gibt es nicht, sondern das ist eine Fehlübersetzung von „royalty free“, was i.d.R. nur heißt, dass keine regelmäßigen Lizenzgebühren für die Nutzung anfallen. Einmalige Kosten können jedoch verlangt werden.

Sicher lizenzsiert sind Bilder mit einer Creative Commons Lizenz. Hier teilt der Urheber durch Lizenzbausteine mit, wie Sie die Bilder nutzen dürfen.

Flickr

Für viele Bilderdienste ist oft eine Anmeldung notwendig, daher wird die folgende Entdeckeraufgabe diese Woche sich unter anderem auf Flickr beziehen, da man dort nicht unbedingt angemeldet sein muss.

Schauen Sie sich an, was Flickr zu bieten hat. Viele Dinge sind mit einem eigenen Account einfacher zu entdecken, aber dieser ist kein Muss.

Finden Sie heraus wie Tags funktionieren, was Gruppen sind und entdecken Sie, wofür andere Leute und Bibliotheken bzw. Bibliothekar:innen Flickr nutzen.

Das Potential wird sichtbar, wenn Sie eine Suche starten.

Flickr: Suchoptionen

Das Potential wird sichtbar, wenn Sie eine Suche starten. Neben dem Suchen nach Fotos können Sie auch Personen oder Gruppen finden.

Bei Anmeldung kann man seinen eigenen Account durchsuchen, die eigenen Favoriten oder Fotos, auf denen man gekennzeichnet wurde.

Einige Möglichkeiten auf Flickr:

Flickr-Suche nach Lizenz einschränken.
Suche im Nachgang filtern

Suchen Sie gezielt ein Bild mit Creative Commons Lizenz, indem Sie oben im weißen Balken die Auswahl bei „Lizenzieren“ auf ‚Creative Commons‘ ändern.

Die verschiedenen Entdeckungsmöglichkeiten können erst nach einer ersten Suche über das Entdecken-Menü aufgerufen werden. Suchen Sie nämlich gezielt ein Bild mit einer Creative Commons Lizenz, können Sie auch „Die Commons“ verwenden. Gestartet als ein Pilotprojekt mit der Library of Congress, bieten inzwischen sehr viele andere Gedächtnisinstitutionen dort Bilder unter entsprechenden CC-Lizenzen an.

Entdeckeraufgaben

Aufgabe 1:

Suchen Sie ein Bild, das einer Creative Commons-Lizenz unterliegt und im weitesten Sinne mit Bibliotheken zu tun hat. Seien Sie kreativ.

Schreiben Sie dann darüber einen kleine Blogbeitrag. Verlinken sie das Bild darin (nur einen Link zum Bild in den Text einfügen) oder fügen Sie das Bild direkt ein. (Beachten Sie hier die notwendigen Rechteangaben)

Flickr ist zwar gut übersetzt, aber ursprünglich eine englischsprachige Plattform, daher ein kleiner Tipp: englische Begriffe können zu wesentlich mehr Treffern führen.

Und wenn Sie nun die Brille als „Bibliothekar:in“ Ihrer Bibliothek aufsätzen, wo könnte ein Mehrwert in der Nutzung von Flickr für die Bibliothek liegen?

Aufgabe 2 (zusätzlich, wer mag):

Legen Sie einen eigenen Flickr Account an und laden Sie Bilder „Ihrer Bibliothek“ hoch. Verlinken Sie diesen Account im Beitrag. Wie so häufig in Schneeball-Aufforderungen gilt: 7 Tage, keine Menschen, keine Erklärungen, so bunt oder schwarz-weiß, wie Sie es mögen.

Wenn Sie einen offiziellen Account für Ihre Bibliothek einrichten würden, hätten Sie so eine virtuelle Präsenz für Ihre Bibliothek geschaffen, die nur in sehr viel größeren Zeiträumen aktualisiert werden muss (anders z.B. als ein Blog oder Twitter). Flickr verzeiht sehr schnell, wenn nur alle paar Wochen ein Bild hochgeladen wird.

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