Soziales Netzwerk – Facebook

Willkommen zu Modul 3 unseres Kurses: „Soziale Netzwerke“.

In diesem Modul beschäftigen wir uns mit verschiedenen Sozialen Netzwerken. Was machen Soziale Netzwerke aus? Wie funktionieren Sie? Sie werden einige Aspekte in unserer Lektion zu  Facebook kennenlernen, sich bei Instagram Bilder anschauen und sehen, was die eher beruflich oder wissenschaftlich ausgerichteten Netzwerke auszeichnet. Viel Spaß!


Die nächste Millionenstadt, die wir besuchen ist Facebook. Dieses soziale Netzwerk ist ein Angebot, dass sich in erster Linie an Privatpersonen richtet. Das Unternehmensleitbild (Mission Statement) gibt eine deutliche Vorstellung von dem Zweck, den das Netzwerk verfolgt:

Founded in 2004, Facebook’s mission is to give people the power to build community and bring the world closer together. People use Facebook to stay connected with friends and family, to discover what’s going on in the world, and to share and express what matters to them.
(Facebook – Resources)

Facebook möchte demnach den Menschen die Möglichkeit geben, eine Gemeinschaft zu bilden und die Welt enger miteinander zu verbinden. Wir sollen Dank Facebook enger mit Freunden und Familie verbunden bleiben, entdecken, was in der Welt gerade so los ist und ausdrücken und teilen, was uns bewegt.

Das bedeutet aber nicht, dass das Netzwerk keine eindeutigen kommerziellen Interessen verfolgt. Dies sollte man immer im Hinterkopf behalten. Die persönlichen Informationen, die man auf dem eigenen Facebookprofil einstellt, werden von Facebook an Werbetreibende  verkauft. Werfen wir aber erst einen Blick auf die Plattform selbst.

Das eigene Facebook-Profil

Mit der Anmeldung auf Facebook erhält man automatisch ein eigenes Facebookprofil. Es wird auch häufig als Chronik bezeichnet, da alle eigenen veröffentlichten Beiträge auf diesem Profil in chronologischer Reihenfolge dargestellt werden.

Ein Facebookprofil enthält in der Regel aus Informationen zum Leben des Facebook-Mitglieds, wie z. B. Name und Geburtsdatum, Angaben zum Wohnort, Schulen und Universitäten oder Angaben zum Arbeitgeber. Daneben sind natürlich auch die Angabe des Beziehungsstandes und von Lebensereignissen von besonderem Wert für Facebook. Darüber hinaus können Texte, Bilder und Videos direkt auf Facebook hochgeladen werden.

Neben den persönlichen Informationen, werden auf Facebook häufig auch Webinhalte geteilt, meist mit einem persönlichen Kommentar versehen. Diese Beiträge werden entweder auf dem eigenen Profil veröffentlicht oder direkt auf Profilseiten von Bekannten (Facebook-Freunden), Gruppen oder auch Unternehmensseiten gepostet. Facebook kann daher auch als eine Art Newsfeed angesehen werden. Sie können diese Funktion mit der Startseite ihres WordPress-Kontos vergleichen. Dort erhalten Sie ebenfalls Meldungen zu den Aktivitäten der Blogger denen Sie folgen.

Beispiel für Beginn einer Facebook-Chronik

Facebook hat eine Klarnamenpflicht (eindeutig nicht eingehalten bei obigem Beispiel). Wer ein Pseudonym verwendet, kann jederzeit aus dem Netzwerk verbannt werden.

Es liegt an Ihnen als Nutzer, die Sichtbarkeit des eigenen Profils und einzelner Beiträge zu regulieren. Über die Privatsphäre-Einstellungen kann jeder eingrenzen, wer welche Inhalte zu Gesicht bekommt. Mit der „Überprüfung der Privatsphäre“ haben Sie eine gute Möglichkeit, zu schauen, ob Ihre Einstellungen tatsächlich dem entsprechen, wie Sie es sich wünschen, z.B. ob Ihr Geburtsdatum (eine Pflichtangabe) wirklich nur für Sie selbst zu sehen ist. Die Bildergalerie soll Ihnen einen Eindruck zu den Möglichkeiten bieten.

(1) Hilfe -> Privatsphäre-Check
Schritt 1 – Entscheiden, wer die Meldungen sieht sieht
Schritt 2 – Entscheiden, wer welche Profildaten sieht
Schritt 3 – Entscheiden, welche Apps welche Daten bekommen (im Bsp. keine Apps vorhanden)
Schritt 4 – Privatsphäre-Check beenden

Der Privatsphäre-Check sieht bei Menschen, die schon länger auf Facebook unterwegs sind ggf. wesentlich anders aus und braucht länger, um ihn zu bearbeiten. Die Zeit sollten Sie sich dann aber auch nehmen, da Facebook oft an diesen Optionen arbeitet. Mehr Informationen können Sie in den Grundlegenden Privatsphäre-Einstellungen und Funktionen auf Facebook nachlesen.

Grundsätzlich können Sie Informationen privat („nur ich“), mit Ihren Facebook-Kontakten („Freunden“) oder mit ausgewählten Freundeslisten („Benutzerdefiniert“, „Freunden, außer …“) teilen, aber auch „Öffentlich“ oder mit „bestimmten Freunden“. Sie haben so z.B. die Möglichkeit berufliche und persönliche Kontakte getrennt zu behandeln oder Inhalte nur an bestimmte Kontakte weiterzuleiten (mehr dazu auf in der Facebook Hilfe)

Warum ein Teil von Facebook werden?

Facebook gehört zu den drei beliebtesten Social Media Plattformen in Deutschland. Im 1. Quartal 2019 waren über 32 Millionen Menschen in Deutschland auf Facebook aktiv, 29 Millionen davon mit ihrem Smartphone. Über 23 Millionen waren sogar täglich auf Facebook eingeloggt (Zahlen von allfacebook.de). Dennoch scheint Facebooks Blütezeit vorbei zu sein.

Über die Altersstruktur gibt Facebook selbst keine Informationen heraus. Social Media ist aber schon lange nicht mehr allein der Jugend vorbehalten. Die Online-Studie 2019 von ARD und ZDF macht deutlich, dass die Nutzung von Social-Media-Angeboten über alle Altersgruppen hinweg inzwischen sehr hoch ist.

Das Antreffen der verschiedensten Alters- und Zielgruppen macht Facebook natürlich besonders für Unternehmen interessant. Neben den Profilseiten von Privatpersonen gibt es deshalb auch Unternehmensseiten, sogenannte Fanpages. Die Funktionen der Unternehmensseiten wurden in den letzten Jahren weiter ausgebaut. Mittlerweile gibt es viele Möglichkeiten Beiträge gezielt an Facebooknutzer (nicht nur die eigenen Fans) auszugeben. Es gibt die Möglichkeit über den Messenger mit Facebooknutzern in Kontakt zu treten und seit kurzem haben Unternehmensseiten die Möglichkeit Gruppen zu erstellen und zu verwalten.

Schaut man, wer als Einrichtung oder Unternehmen Social Media nutzt, so fällt auf, dass der Öffentliche Dienst hier wenig vertreten ist. Für die Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes und somit für die Kommunikation mit Ihrer Zielgruppe ist Social Media kaum relevant. (vgl. Studie: Beschäftigte im Öffentlichen Dienst hinken beim beruflichen Einsatz Sozialer Medien allen anderen Branchen hinterher, Faktenkontor)

Es haben sich mit der Zeit auch fachliche Gruppen auf Facebook gebildet. Eine der ältesten Gruppen ist Biblioadmin. Hier tauschen sich Bibliotheksmitarbeiter*innen zu verschiedensten Themen aus. Anfangs ging es schlicht um die Verwaltung der Facebookseiten, inzwischen erhält man aber auch Antworten auf andere Themen aus dem Bibliotheksalltag. Die Gruppe kann als eine Alternative zu den bibliothekarischen Mailinglisten wie RABE oder InetBib gesehen werden.

Ihre Entdeckeraufgabe

Loggen Sie sich auf Facebook ein und schauen Sie sich verschiedene Fanpages von Bibliotheken an. Eine Liste mit Beispielen finden Sie auf der Extra-Seite zu Modul 3 – Soziale Netzwerke, S. 1.

Schreiben Sie einen kurzen Blogbeitrag, in dem Sie auf Ihre Beobachtungen eingehen. Was wurde auf den Seiten veröffentlicht? Gab es Interaktionen zwischen der Seite und ihren Fans? Sehen Sie eine Facebook-Seite als Möglichkeit mit potentiellen Bibliothekskunden ins Gespräch zu kommen oder für die Angebote der Bibliothek zu werben? Welche Seite hat Sie besonders beeindruckt?
Als ÖBler*in schauen Sie auch mal auf eine Seite wissenschaftlicher Bibliotheken und als WBler*in umgekehrt. Was hat Sie da besonders inspiriert, wenn Sie an Ihre mögliche Fanpage denken?

Achtung: Wenn Sie sich entscheiden, keinen Account bei Facebook anzulegen, was ja sehr unterschiedliche Gründe haben kann, wäre es schön, wenn Sie in einem Blogbeitrag schreiben würden, warum Sie nicht bei Facebook sind und ggf. mit anderen darüber diskutieren.

Ich bin gespannt auf Ihre Antworten. Setzen Sie doch einfach einen Bezug auf diese Lektion (Link) oder schreiben Sie hier einen kurzen Kommentar mit Link zu Ihrem Beitrag.

2 Replies to “Soziales Netzwerk – Facebook”

    1. Herzlichen Dank für den sehr reflektierenden Beitrag. Er ist auf jeden Fall eine Leseempfehlung für die Mitreisenden wert.

      Ihre Reiseleiterin 🙂

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